Das Umweltbildungszentrum Bonn

Beim Umweltbildungszentrum in Bonn handelt es sich um ein Naturkundemuseum. Durch kontinuierliche Umbaumaßnahmen in den letzten Jahren hat es sich zu einem gern besuchten Ausflugsziel entwickelt.

Die Geschichte und Anfänge des Zentrums

Ein Teil des Bonner Stadtwaldes, die Waldau, liegt im Stadtteil Venusberg. Schon im Mittelalter wurde der Wald für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Später kam noch ein Versuchsgut der Universität Bonn dazu, welches Anfang 1900 von der Stadt Bonn erworben wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Wald aufgeforstet. 1961 entstand ein Wildgehege, in dem Wildschweine, Damwild und Hirsche in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden konnten.

1989 wurde das „Haus der Natur“ eröffnet. Es informierte die Besucher über die Flora und Fauna in dieser Umgebung. 2008 gab es Pläne, das Haus neu zu konzipieren. Es sollte vergrößert werden und inhaltlich neu ausgerichtet werden. Die Stärkung der Position als UN-Standort Bonn war ein weiterer ausschlaggebender Punkt für den Umbau.

Mit den Fördermitteln des Bundes und der Trägerschaft der Stadt Bonn wurde das Umweltbildungszentrum geschaffen.

Ein Besuch im Umweltbildungszentrum – Was erwartet Sie?

Im Mittelpunkt steht der Wald. Das Leben in diesem Lebensraum wird durch viele Projekte den Gästen näher gebracht. Dazu gehört eine Dauerausstellung, die den Titel „Großstadtwald“ trägt. Diese gilt als Ausgangspunkt zur Erkundung der Umgebung. Auf dem Weg wird eine Streuobstwiese durchquert. Sowohl die unterschiedlichen Obstbäume als auch die etlichen weiteren Bewohner der Streuobstwiese, wie zum Beispiel Käfer oder Bienen können beim Rundgang genau inspiziert und beobachtet werden.

Das nächste Ziel ist der Bauerngarten. Heimisches Gemüse wächst in einem extra Beet. In den anderen wachsen Blumen oder Nutzpflanzen und es können zudem bunte Sträucher gefunden werden. Dieser Garten regt die Sinnesorgane an. Riechen, Sehen oder auch Schmecken, diese Erfahrungen sind laut der Betreiber die wichtigsten Lehren.

Das Museum und seine Räumlichkeiten

Seit dem Umbau wurden einige Räume umgestaltet. Im Erdgeschoss befinden sich Büroräume, die sanitären Anlagen sowie ein großzügiges Foyer. Die Präsentation der Wechselausstellungen hat dort ebenfalls ihren Platz gefunden.

Im oberen Stock wurde der große Seminarraum untergebracht. Dieser multifunktionale Raum kann für Schulungen und Konferenzen benutzt werden. Das mobile „Forschungslabor“ befindet sich ebenfalls im Obergeschoss. Dies soll zum Forschen und Experimentieren für Kindergruppen dienen. Schulen und Kindergärten können die Räumlichkeiten nach Anmeldung nutzen und eine Menge lernen. Ein Highlight ist sicherlich die Bienenkolonie, welche aus nächster Nähe betrachtet werden kann.

Der Außenbereich

Ein schön gepflegter Außenbereich steht den Gästen zur Verfügung und viele Familien nutzen dieses Angebot mittlerweile und besuchen das Zentrum. Das Wildgehege ist sehr beliebt bei den Kindern. Ebenfalls hoch im Kurs steht der schöne Spielplatz. Der Wald kann auf einem Rundweg erkundet werden. Am Wegesrand gibt es mehrere Stationen mit Informationen, wo beispielsweise die verschiedenen Baumarten beschrieben werden.

Die Kinder werden auf ihrer Tour von Hase Felix begleitet. Auf spielerische Art lernen sie einiges über Pflanzen und Tiere. Der angelegte Lehrpfad besitzt interaktiv gestaltete Stationen, die alle Sinne anregen. Beim Biotop können Insekten erkundet werden. Bei der Vogelentdeckung können die Tiere mithilfe von Teleskopen genau beobachtet werden.

Auf dem Barfußpfad wird es sehr interessant, denn hier können verschiedene Untergründe mit den Füßen ertastet werden. Zu guter Letzt gibt es noch eine Taststation. Bei dieser Tafel können die Felle der Tiere erkundet werden. Dieses Zentrum ist ein wunderbarer Ausflugsort für die ganze Familie. Die Erreichbarkeit ist gut und es werden keine Eintrittspreise erhoben.